| Was? | Einsatzübung GSG 5 - LKW-Unfall mit austretendem Gefahrgut |
| Wann? | Samstag, 4.8.2007 - 8:40 Uhr |
| Wo? | Schulzentrum Cyriax/ Perencisstraße - Overath |
| Wer war dort? | Löschzüge Overath und Immekeppel, Löschgruppen Steinenbrück, Vilkerath und Heiligenhaus, DEKON-Zug der Rheinisch-Bergischen Kreises (Feuerwehr Kürten) |
An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an die Firma STEFAN SCHEMUTH Entsorgungsfachbetrieb für den LKW und die Unterstützung!!!
Das vorher geplante Szenario:
LKW-Unfall mit Gefahrgut, 1 verletzte Person (Fahrer)
Gegen 8:40 Uhr werden der Löschzug Overath, sowie die Löschgruppen
Vilkerath und Heiligenhaus zu einem Verkehrsunfall mit dem Einsatzstichwort:
„HILFE 3 - VU mit LKW – unklare Lage evtl. GSG – Colne-Valley-Platz; Overath“
alarmiert.
Die ersten Kräfte finden an der Einsatzstelle einen verunfallten LKW
mit Auflieger der Firma Stefan Schemuth Entsorgungsfachbetrieb (gelber 40-Tonner).
Dieser LKW steht halb im Grünstreifen, qualmt unter dem Führerhaus
und ist offensichtlich von der Straße abgekommen.
Bei den ersten Erkundungen fällt direkt auf, dass es sich um einen Gefahrgut-Transporter
handelt.
Der Einsatzleiter
ordnet nun eine Alarmstufenerhöhung auf „GSG
5“ an.
Die Löschgruppe Steinenbrück, der Löschzug Immekeppel sowie
der Dekon-Zug des Rheinisch Bergischen Kreises aus Kürten werden nun
eingebunden.
Die weitere Erkundung
soll aufdecken, dass sich der Fahrer bewusstlos im Führerhaus befindet.
Ein erster Trupp soll nun mit nötigem Eigenschutz (umluftunabhängiger
Atemschutz und Schnellangriff) zum Fahrer vordringen und diesen in einer Crash-Rettung
aus der Gefahrenzone bringen.
Inzwischen markieren die weiteren Kräfte einen Absperrbereich und kümmern
sich um 3-fachen Brandschutz (Wasser, Schaum und Pulver).
Unmittelbar nach der Rettung des Fahrers soll dieser durch die Feuerwehr und
den Rettungsdienst erstversorgt werden. Außerdem soll versucht werden
nähere Informationen über die Ladung des Transporters zu bekommen.
Der Einsatzleiter lässt nun bis der Dekon-Zug eintrifft einen Not-Dekon-Platz
aufbauen.
Steht dieser Not-Dekon-Platz so wird ein erster Trupp unter CSA-Vollschutz
(Chemikalien-Schutz-Anzug) eingesetzt um den LKW und die Ladung zu begutachten
und zu sichern.
Unmittelbar nachdem die Not-Dekon aufgebaut ist, wird der Dekon-Zug in die
Übung eingebunden.
Die Kräfte, die unter CSA vorgehen, finden diverse Gefahrstoffe, unter
anderem ein 300-Liter Fass mit Acetonitril (UN: 1648), welches leck geschlagen
ist.
Weitere CSA-Trupps sollen nun versuchen die Stoffe anhand von Gefahrzettel
und UN-Nummer zu identifizieren und die von ihnen ausgehende Gefahr einzuschätzen.
Außerdem soll eine Ausbreitung und Gefahrverschleppung des Stoffes verhindert
werden.
Ziel dieser Übung ist möglichst realistisch
den Ablauf, die Koordination und die Zusammenarbeit – auch mit der Feuerwehr
Kürten – zu erproben und ggf. zu verbessern.
Während der Übung werden Messungen nur in Form von Ex-Messungen
durchgeführt.
Nach der Einsatzübung wird den Kräften gegen
Mittag eine kleine Stärkung gereicht. Anschließend wird kurz eine
kleine Manöverkritik stattfinden.
Danach stellt der Fachberater ABC des Rheinisch-Bergischen Kreises (U. Heukamp)
kurz den Dekon-Zug des Kreises mit seinen Komponenten vor.